Nueva Esparta : Margarita, Coche und Cubagua
Geschichte der Insel Margarita- Isla Margarita
Geschichte
Die Geschichte der Isla de Margarita kann in vier Stufen eingeteilt werden.
Die Präkolumbianische Zeit
Die Indianer des Stammes „Guaiquerí“ sollen die ersten Menschen gewesen sein, welche sich auf der Insel niederließen. Sie nannten die Insel „Paraguachoa“ was übersetzt werden kann mit dem „Ort mit großem Fischreichtum“. Die Indianer waren ausgezeichnete Fischer und Bootsleute und hatten ein gutes Auskommen. Sie waren als sehr freundlicher und gastwirtlicher Stamm bekannt, haben es aber stets geschafft, Angriffe anderer Stämme abzuwehren.
Die Kolonie
Es ist historisch erwiesen, dass Kolumbus anlässlich seiner dritten Reise 1498 die Isla Margarita betreten hat. Kolumbus gab der Insel den Namen „La Asuncion“. 1499 soll Cristobál de la Guerra die Insel auf den Namen Margarita umgetauft haben. Man weiß nicht genau wieso er auf diesen Namen kam, ein Grund könnten die vielen Perlen sein die gefunden wurden, eine andere Variante nennt die Königin Margarita von Österreich als Grund der Namensgebung. Später ankerte Alonso de Ojeda und schloss freundschaftliche Beziehungen mit den Bewohnern. Die Indianer dachten angesichts der Brillanten und der Kleidung der Spanier, das müssten gemäß einer Legende ihre Söhne der Sonne sein. Die Ankunft Ojedas war der Beginn eines florierenden Imperiums, die Indianer wurden verpflichtet tonnenweise Muscheln und Austern aus dem Meer zu ziehen. Nicht zu vergessen die vielen und sehr edlen Perlen, welche als erstes Geld Venezuelas genutzt wurden.
Die Unabhängigkeit
Mit der Zeit gingen viele Venezolaner nach Europa zum Studieren und erfuhren viel über den Humanismus, über die amerikanische und französische Revolution aber auch über Bürgerrechte. Francisco de Miranda war einer der Anführer der Bewegung für Unabhängigkeit und nicht nur Venezuela, sondern auch die Insel Margarita wurde regelrecht von einer Unabhängigkeitswelle eingenommen. Zwischen den Jahren 1810 bis 1821 waren es so illustre Personen wie Juan Batista Arismendi oder General Santiago Mariño, welche unter dem Oberbefehlshaber Simon Bolívar für die Unabhängigkeit kämpften. Am 05. Juli 1811 wurde in Caracas der Akt der Unabhängigkeit geschlossen und auch die Isla Margarita war durch Manuel Plácido Maneiro vertreten. Es gab zahlreiche Schlachten auf der Insel bis man die Freiheit erlangen konnte. Eine der wichtigsten Schlachten fand am 31. Juli 1817 statt, bekannt unter dem Begriff „Batalla de matasiete“. 400 Insulaner haben 3.400 gut ausgebildete und gut ausgerüstete Soldaten unter der Führung des Generals Morillo bezwungen, ein Ereignis, das man wohl nie vergessen wird. Frauen, Männer, Alte, schlicht alles was sich bewegen konnte, bewaffnet mit Gegenständen die man gerade in Griffweite hatte machten Front gegen die Soldaten. Unterstützt wurden die 400 Insulaner auch von einigen Offizieren in Zivil, welche auch die Freiheit erkämpfen wollten. Der unterlegene General Morillo meinte im Anschluss an die Schlacht, dass die Bewohner der Insel wie Tiere kämpfen was man in kaum einer andern Streitmacht der Welt finden würde. Von dieser Schlacht soll auch der Name „Nueva Esparta“ abstammen.
Das touristische Margarita
Über all die Jahrzehnte lebte man auf der Insel Margarita vorwiegend vom Fischfang, den Meeresfrüchten und von Perlen. Um mehr Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen wurde 1974 von der Nationalversammlung Venezuelas die Insel zum „Puerto Libre“ erklärt, einer zollfreien Zone. Es entstanden In der Folge unzählige Hotels, Posadas, Appartementhäuser, Restaurants und so fort. Seine schönen Karibikstrände mit den guten Bedingungen zum Surfen, die Unterwasserwelt aber auch die historischen Orte im Innern der Insel und die zahlreichen spanischen Festungen und kleinen Schlösser haben Margaritas Namen um die Welt getragen. Auch zahlreiche Tourmöglichkeiten auf Margarita existieren.
