Unterkuenfte und Hotels in Venezuela

Venezuela Abenteuer
Ein Reisefuehrer fuer Venezuela

Touren in Venezuela

 

Touren in Venezuela: Abenteuer Paría

Kakao Hacienda:

 

Dauer in Tagen: 1

Schwierigkeitsgrad (1 einfach- 5 anspruchsvoll) :1

Kurzbeschreibung: Besuch der kolonialen Kakaohacienda Bukare inmitten der üppigen Vegetation des Regenwaldes von Paría. Hier lernt man alles über Kakao: von der Blüte zur Praline

 

startet ab: Carúpano

Anreise:nach Carúpano mit dem Bus oder Flugzeug, mit dem Schnellboot von Margarita nach Chacopata- weiter mit dem "por Puesto" nach Carúpano.

inclusive:Transfer, Getränke auf der Fahrt

nicht inclusive: Eintrittskosten auf der Hacienda

ca. Kosten in Euro: 15.0

Empfohlene Ausrüstung:Hunger auf Schokolade

 

 

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Die wilde Halbinsel Paría:

Wo kaufen eigentlich Valrona, Lindt & Sprüngli und die Meisterchocolatiers aus Belgien ihren Kakao?
Richtig! In VENEZUELA- PARIA.

Doch, wie schmeckt echter, handwerklicher hergestellter Kakao aus biologischem Anbau? Wie sieht die Originalzubereitung zur Kakaoherstellung aus, mit den schon die Mayas ihre blutdürstigen Gottpriester zufriedengestellt haben?Kakao in Venezuela

Die Antworten auf diese Fragen bietet ein Ausflug zur nur 25 km von Carupano entfernten Hacienda Bukare.

Die Führung durch die Kakaoplantage startet auf der Plantage selber und man erfährt, wie mit ökologischen Mitteln die Qualitaet gegenüber agro- industriellen Plantagen deutlich erhöht und der Ertrag vermehrt wird. Dann wird der Besucher in alle Geheimnisse der Kakaozubereitung eingeweiht. Mundwaessernde Rezepte und oral- orgiastische Kostproben beschliessen die Plantagentour.

Kakao:

Der Besuch der Kakaoplantage ist sehr gut mit der Tour nach Playa Medina und Paría zu verbinden..Kakao in verschiedenen Stadien

Schmecken tut sie jedem, die Schokolade oder die Tasse Kakao. Aber was passiert eigentlich alles bis zu dem Zeitpunkt, bis wir uns hastig auf den "Seelentröster" stürzen?

Die Herstellung von Kakao und Schokolade sind eng miteinander verknüpft, so daß eigentlich beides zusammengehört.

Kakaobohnen sind im Prinzip die vom Fruchtfleisch befreiten Samen des Kakaobaumes. Ein Baum traegt ca. 30-70 Früchte. In einer Frucht sind wiederum ca. 20-50 Samen zu finden. Die einzelne Bohne selbst ist etwa 2 zu 1 cm groß.

Ursprünglich stammt der Baum aus Südamerika, ist aber heute über die ganzen Tropen verbreitet. Freiwachsend wird der Kakaobaum bis zu 15 Meter hoch. In Plantagen wird er auf 2-4 Metern Höhe gekürzt. Die ersten Früchte traegt der Kakaobaum erst nach ca. 5-6 Jahren, allerdings 2- 3 mal im Jahr. Die höchsten Ertraege bringt er zwischen seinem 20. und 30. Lebensjahr. Nach 40- 45 Jahren ist der Baum meist erschöpft.


Spätestens seit Juliette Binoche im Film "Chocolat" einem ganzen Dorf mit aphrodisierenden Schoko- Kreationen den Kopf verdreht hat, ist die wundersame Kraft der Kakaopflanze in aller Munde.
Der Kakaobaum, der mit wissenschaftlichen Namen „Theobroma cacao“ heißt und in die Kategorie der Malvengewächse fällt,  lässt sich nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen anbauen. Er benötigt tropische Verhältnisse, Kakaobohnen zum Trocknen: Parianährstoffreiche  Böden und ausreichend Wasser und Schatten. Die Temperaturen dürfen nicht unter  16 °C gehen, der Baum ist anfällig für Krankheiten und Pilze. Die Bestäubung der Blüten muss von Fliegen erledigt werden, dies erfordert entsprechende Wälder.
Die Bäume werden bis zu 15 m hoch, auf Plantagen werden sie aber zurecht gestutzt. Die Blüten entwachsen direkt aus dem Stamm aus den bestäubten Blüten werden dann Früchte.  Diese haben eine ledrige Schale und sind im Anfangsstadium gelb. Unter der harten Schale verbergen sich in fünf Reihen angeordnete Samen, die von einem schleimigen Fruchtfleisch eingeschlossen sind. Nach Öffnung einer reifen Frucht, die dann eine dunkelrote Färbung besitzt kann man die Samen lutschend vom sehr schmackhaften Fruchtfleisch befreien.
Der Kakaoanbau ist eine sehr umweltverträgliche Produktion. Da Kakao vorzugsweise im Schatten wächst, werden keine Wälder abgeholzt, sondern durch die Produktion vor ihrer Zerstörung bewahrt.
Weltweit unterscheidet man zwei Hauptgruppen von Kakao. Die „Criollos“ und die „Forasteros“. Man geht davon aus, dass alle anderen Kakaosorten von einem dieser Grundtypen abstammen. Der „Criollo“ ist der Edelste unter allen Kakaosorten. Er hat einen geringen Säuregehalt, ist aber leider sehr anfällig und wenig ertragreich und wird daher nur noch in ganz wenigen Regionen angebaut. Edelster Kakao wird im Schatten großer Urwaldriesen angebaut-  und nimmt den Geschmack des ihm Schatten spendenden Baum an. Der wohl beste Kakao aus Venezuela kommt von der Halbinsel Paria im Nordosten von Venezuela. Auf der Hacienda San Jose, der Hacienda Bukare und vielen weiteren kleinen Farmen werden vom feinsten „Criollo“ abstammende Sortenangebaut.  Kakao in Paria: Venezuela
Die größte Kakaoproduktion in Venezuela herrscht in Barlovento, jenem heißen Küstenstreifen östlich der Hauptstadt. Dies ist eine der Regionen von Venezuela mit überdurchschnittlich vielen dunkelhäutigen Bewohnern, die von den früher auf den Plantagen arbeitenden Sklaven abstammen. Hier wird in den letzten Jahren wieder verstärkt auf Kakao gesetzt, kleine Farmen haben die Produktion nach einem Jhdt. wieder aufgenommen.
In der Vergangenheit hat Venezuela auf zwei wichtige, landwirtschaftliche Exportprodukte gebaut- Café und Kakao. Bis zur Förderung des schwarzen Goldes war dies der Reichtum der Nation. Von 1600 bis 1820 hat Kakao den ersten Platz der Exporte eingenommen und wurde häufig als der weltweit beste Kakao bezeichnet.  Später hat der Kakao stark an Bedeutung verloren- 1960 hat er nur noch ein halbes % der Gesamtexporte ausgemacht. Trotz des Umsatzrückgangs sind Qualität und sein weltweiter Ruf stabil geblieben; die Nachfrage bei  internationalen Meisterchocolatiers ist nach wie vor immens- für venezolanischen Kakao wird der höchste Preis gezahlt.

 

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